DEMOGRAFIE

VOR DER WENDE.

Wegen der hohen Industrialisierung wurde die Stadt im Zweiten Weltkrieg als „kriegsentscheidend“ eingestuft. Beim stärksten Luftangriff am 5. März 1945 wurde die Innenstadt zu 95%, das Stadtgebiet insgesamt auf einer Fläche von sechs Quadratkilometern zu zwei Dritteln zerstört. Von der angloamerikanischen Presse wurde Chemnitz – zusammen mit Essen – zur „toten Stadt“ erklärt.

Den Bevölkerungshöchststand hatte die Stadt 1930 mit einer Einwohnerzahl von 361.200. Auf das damalige Stadtgebiet mit einer Fläche von ungefähr 80,5 km² bezogen, ergibt dies eine Einwohnerdichte von 4.475 Einwohnern pro Quadratkilometer. Das entspricht in etwa der aktuellen Dichte von München.

NACH DER WENDE.

Die Entwicklung von Chemnitz seit 1989 ist dadurch charakterisiert, dass die Einwohnerzahl von ca. 300.000 Einwohnern bis auf einen Tiefstand von 240.543 Einwohner zum 31. Dezember 2011 gesunken ist. Gründe dafür waren z. B. die Möglichkeit, die ehemalige DDR erstmals verlassen zu können, aber auch die damals steigenden Arbeitslosenzahlen. Dieser Trend konnte erst in den letzten Jahren gestoppt werden und zeigt wieder steigende Tendenz: Zum 31. Dezember 2017 hatte Chemnitz wieder 247.422 Einwohner.

Der Zuwachs ist vor allem im Wanderungssaldo begründet. Es kommen deutlich mehr Menschen nach Chemnitz als von hier weggehen. Betrachtet man die Zu- und Wegzüge (ohne Erstaufnahmeeinrichtung des Freistaates), so lag das Wanderungsplus im Jahr 2017 bei 1.586 Personen und damit auf dem gleichen Niveau wie 2016 (1.527). Insgesamt sind im vergangenen Jahr 12.633 Menschen in die Stadt gezogen (darunter 5.846 Ausländer), 11.095 haben sie verlassen (darunter 4.047 Ausländer).

HEUTE BIS 2020.

Die Entwicklungen der letzten Jahre zeigen, dass Chemnitz in den Punkten Bevölkerungsrückgang und Arbeitslosigkeit die Talsohle längst durchschritten hat. Die Bevölkerung wächst wieder und die Arbeitslosenquote ist auf ein historisches Tief von ca. 7,0% gesunken.

Die Stadtverwaltung ist bemüht, die Stadtentwicklung durch proaktive Programme weiterhin zu unterstützen und zu vervielfältigen. Als Rahmenprogramm dient dazu das langfristig ausgelegte städtebauliche Entwicklungskonzept (SEKo). Das SEKo setzt klare Prioritäten für die Entwicklung der Stadt bis zum Jahr 2020 und umfasst dabei wichtige Themenbereiche, u. a. die Bevölkerungsentwicklung, Soziales und Kultur, Wohnen und Stadtentwicklung.

DEMOGRAFIE.
KAUFKRAFT.
ARBEITSMARKT.
Menü