GESCHICHTE der Stadt CHEMNITZ in SACHSEN

VOM „SÄCHSISCHEN MANCHESTER“ ZUR STADT DER MODERNE.

Chemnitz feiert 2018 sein 875-jähriges Jubiläum der urkundlichen Ersterwähnung. Der Name leitet sich vom Fluss gleichen Namens her, der durch die Stadt fließt. In der Zeit der Industrialisierung entwickelte sich die Stadt zu einer der wichtigsten Industriestädte Deutschlands. Die Vielzahl der Schornsteine der Fabriken und Gießereien und die damit verbundene Rauch- und Schmutzentwicklung verliehen Chemnitz den Beinamen „Sächsisches Manchester“. Auf Betreiben des Chemnitzer Oberbürgermeisters Wilhelm André entstand in Chemnitz 1877 das deutsche Patentrecht. 1891 kamen sechsmal mehr Patentanmeldungen aus Chemnitz als im Reichsdurchschnitt.

PROSPERIERENDE GROSSSTADT.

1883 wurde Chemnitz mit 103.000 Einwohnern Großstadt. 1900 wurde Chemnitz Sitz der Kreishauptmannschaft und damit Mittelpunkt eines Verwaltungsbezirkes. Mit dem raschen Bevölkerungswachstum seit der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Stadt baulich erheblich erweitert. Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts entstanden die Wohnviertel Brühl, Sonnenberg und Kaßberg, die größten zusammenhängenden Gründerzeit- und Jugendstilviertel Europas.

An der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert war Chemnitz in Verwaltungsberichten als „Fabrik- und Handelsstadt“ ausgewiesen. In dieser Zeit verzeichnete die hoch industrialisierte Stadt das höchste Pro-Kopf-Steueraufkommen und die höchste Pro-Kopf-Wertschöpfung aller deutschen Städte.
Von den Erfolgen der Chemnitzer Wirtschaft in dieser Epoche zeugen bis heute nicht nur zahlreiche beeindruckende „Kathedralen der Industrie“, sondern auch Wohngebäude der Gründerzeit, Jugendstilvillen sowie öffentliche und private Gebäude der Bauhausepoche. 1930 erreichte die Stadt mit mehr als 360.000 Einwohnern ihre bislang größte Einwohnerzahl.

Nach schwerem Beschuss durch die Aliierten wurde Chemnitz 1945 unter sowjetisches Kommando gestellt. 100.000 Menschen waren obdachlos, nur noch etwa ein Siebtel der Chemnitzer Unternehmen war produktionsfähig. Im Rahmen des „Volksentscheides zur Enteignung der Nazi- und Kriegsverbrecher“ in Sachsen (1946) wurden in Chemnitz 127 Unternehmen enteignet. Zwischen 1953 und 1990 wurde Chemnitz in Karl-Marx-Stadt umbenannt und entwickelte wiederum eine leistungsstarke Industrie: 20% der Industrieproduktion der DDR waren hier konzentriert.

Nach der Wiedervereinigung bestand in Chemnitz insbesondere die Aufgabe der Modernisierung des Wohnungsbestandes. Noch bis in die 1980er-Jahre traten die wirtschaftlichen Probleme und Demokratiedefizite der DDR zu Tage.

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ARCHITEKTUR IM WIEDERAUFBAU.

Nach der Wiedervereinigung wurde innerhalb weniger Jahre die stark zerstörte Innenstadt mit imposanten Bauten der Neuzeit wieder aufgebaut. International renommierte Architekten wie Helmut Jahn, Hans Kollhoff und Christoph Ingenhoven schufen eine großstädtische Einkaufs- und Ausgehmeile.

Bereits 2006 wurde die „Neue Mitte“ für ihre gelungene Mischung aus Einzelhandel, Büro, Gastronomie, Wohnen, Freizeit und Kultur mit dem DIFA-Award für innerstädtische Quartiere ausgezeichnet. Heute präsentiert sich Chemnitz als moderne, lebendige und weltoffene Großstadt mit rund 250.000 Einwohnern.

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