REGION IM WANDEL

BUNDESLAND SACHSEN.

Sachsen liegt flächenmäßig auf dem vorletzten Platz unter den ostdeutschen Bundes¬ländern, hat aber mit 4,1 Millionen Einwohnern die größte Bevölkerungszahl.

Mit der Landeshauptstadt Dresden und mit Leipzig verfügt Sachsen nicht nur über die beiden größten ostdeutschen Städte nach Berlin, sondern auch über zwei dynamische Zentren, die hinsichtlich Bevölkerungs- sowie Beschäftigungszuwachs auch im bundes¬weiten Vergleich überdurchschnittlich abschneiden und auf die im Umkreis liegenden Standorte abstrahlen. Leipzigs Einwohnerzahl ist in den vergangenen zehn Jahren mit annähernd 20% sogar noch stärker gewachsen als jene von Frankfurt und München.

ENTWICKLUNG DER MIETEN.

Ein sichtbarer Unterschied in der Entwicklung der Wohnungsmieten zwischen Ost und West zeigte sich vor allem gegen Ende der 1990er Jahre. Damals sanken die Wohnungsmieten in den ostdeutschen Städten stärker als in Deutschland insgesamt. Zwei Faktoren waren dafür ursächlich: Das war zum einen der übermäßige Wohnungsbau, der von der Nachwendeeuphorie und von steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten in die Höhe getrieben wurde. Zum anderen belastete die im Zuge des wirtschaftlichen Strukturwandels eingesetzte Abwanderung von Ost nach West die Wohnungsnachfrage in den ostdeutschen Bundesländern.

LEISTUNGSSTARKE WIRTSCHAFT.

Der Erfolg des Bundeslandes fußt auf einer leistungs- und innovationsstarken Wirtschaft mit einer weit zurückreichenden Erfolgs¬geschichte. Auch fiel der Bevölkerungsrückgang nach der Wiedervereinigung mode¬rater aus, als in den meisten anderen ostdeutschen Flächenländern. Beispiele für bedeutende Wirtschaftsbereiche sind IT und Elektronik, die schwerpunktmäßig in Dresden vertreten sind, der Fahrzeugbau, der sich in Chemnitz, Zwickau und Leipzig konzentriert, sowie der Maschinen- und Anlagenbau. Leipzig hat sich zudem als Medi¬enstandort etabliert.

Der größte Arbeitgeber in der Region ist Volkswagen mit rund 10.000 Beschäf-tigten. In Leipzig unterhalten die Fahrzeughersteller BMW und Porsche Produktionsstandorte. Unter den ostdeutschen Flächenländern erreicht Sachsen mit EUR 29.000 (2016) die höchste Wirtschaftsleistung je Einwohner. Die Arbeitslosen¬quote lag im Februar 2018 bei 6,1%, gegenüber 2005 ist der Wert um mehr als zwei Drittel gesunken. Herausragend: Im Bildungsmonitor 2017 erreichte Sachsen den ersten Platz aller deutschen Bundesländer.

INNOVATIONSFÜHRER IN EUROPA.

Der Mittelstand macht heute die Stärke der Region Südwestsachsen aus. Die Kooperation von lokalen und regionalen Unternehmen miteinander wie auch mit den wissenschaftlichen Institutionen sorgt für überdurchschnittlich viele Innovationen, die der Region jetzt auch die Position „Innovation Leader“ einbringen. Laut „European Innovation Scoreboard“ der europäischen Kommission 2016 zählt Südwestsachsen beim Vergleich von 214 Regionen zu den 36 Innovationsführern in Europa. In Ostdeutschland finden sich daneben nur die Regionen Dresden und Berlin in dieser Kategorie wieder. Gegenüber der letzten Untersuchung 2014 hat sich die Innovationsfähigkeit von Chemnitz und Umgebung sogar noch weiter verbessert. Dank der soliden wirtschaftlichen Entwicklung konnte die Arbeitslosenquote kräftig auf 7,1% im Februar 2018 sinken.

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